das Gefühl heute zum Feierabend. Fast unbeschreiblich. 10 nach sechs das Büro verlassen - und die Stimmung auf der Straße - hatte sowas seltsames, dass ich mich fast gruselte, als wär ich in einer lauen Sommernacht um halb 12 allein unterwegs. Ziemlich verwirrend.
Ins Auto gestiegen, losgefahren, aus Gewohnheit aufs Thermometer geschaut.
12° plus! Kein Wunder, dass ich das Gefühl hab, hier stimmt was nicht.
Am Freitag noch dies hier in der Mittagspause entdeckt

Gestern noch in dieser Landschaft spazieren gewesen

Und heute alles vorbei, kein Fitzelchen Weiß mehr auf den Straßen das die letzten Reste Tageslicht reflektiert, kurz nach sechs wieder stockfinst're Nacht und 12° plus! Als wär nie Winter gewesen.
Sehr verwirrend für Gemüt und Organismus!
Immer wieder.
Und wiedereinmal hat bei mir ein Bild die Erinnerung an einen Geruch ausgelöst. Komischer Weise war es ein aktuelles Bild aus dem Haus meiner Eltern. Aber der Geruch, der wiedererwachte war von damals, als wir 1979 frisch eingezogen waren. In diesen Neubau. Alles roch noch nach Beton und frisch tapeziert.
Und plötzlich, während ich dies hier niederschreibe, purzeln weitere Erinnerungen aus dem Unterbewusstsein heraus. An damals, als wir Kinder mit unseren Gummistiefeln in dem alles umgebenden Baustellenmatsch stecken blieben. Als nicht ein Baum noch Strauch stand. Als die Wege vor unseren Augen gerade erst aus Beton gegossen wurden. Und mancheiner besonders mutig war und trotz Absperrung seine Abdrücke in selbigem hinterließ ...
Es war eine aufregende, spannende Zeit. Diese schönen neuen Wohnungen. Lichtdurchflutet, mit großem Südbalkon statt Nordfenster mit Baum davor, mit Zentralheizung statt Kohlen schleppen, fließend warmem Wasser aus der Wand statt Badeofen anheizen, eigenem Kinderzimmer ... Und wie alles um uns herum so entstand und wuchs. Wie das Wohngebiet mit uns erwachsen wurde ...
Und da schüttelt die Familie den Kopf, wenn ich heute fotografierend jeden Winkel festhalte. Von dem, was noch fast unverändert übrig ist.
Dank der Schlamperei im Verlag.
In der Vermutung, das erste zu Weihnachten bekommen zu haben, hab ich doch im November mein NatGeoAbo verlängert.
Doch es lief noch bis Januar! Egal, verlängert und Geschenk prompt erhalten. Aber jetzt, ich hetz mich ab mit Lesen und drei Tage nach Erscheinen ist die Februarausgabe noch immer nicht im Kasten???
Nachtijall ick hör dia trappsn.
Also Rechnung rausgekramt, Telefonnummer vom Kundenservice und Kundennummer notiert, angerufen und ... "Oh ja, die Verlängerung ist gar nicht im System drin. Hab ich sofort eingetragen. Welche Ausgabe fehlt Ihnen? Februar? Ja, schicke ich ihnen gleich mit raus." Und jetzt läuft das Abo hoffentlich weiter.
Die letzten Artikel schnell verschlungen und plumps - in ein großes Loch gefallen. Ich hab gar nix mehr zu lesen! :o(
Muss Kann ich mich jetzt doch endlich an die Bedienungsanleitung der Kamera machen?

